Mit dem Wohnmobil nach Nordirland - "Game of Thrones" und Naturspektakel erleben

15 Juli 2020 Reisen

Mit dem Wohnmobil nach Nordirland - "Game of Thrones" und Naturspektakel erleben

Nordirland wurde besonders häufig für Drehorte der beliebten Serie “Game of Thrones” genutzt. Und diese wurden ja nicht ohne einen guten Grund gewählt. Nordirland repräsentiert den rauen Norden sehr gut, besitzt aber auch saftig grüne Wiesen. Wenn Sie sich also für einen Wohnmobil-Urlaub im Land der Riesen entschieden haben, gibt es jede Menge zu besichtigen. Dabei kommen aber nicht nur “Game of Thrones”-Fans auf Ihre Kosten, auch Liebhaber der Natur können dort Ihren Urlaub in vollen Zügen genießen. Lesen Sie jetzt hier unsere Tipps für einen abenteuerlichen Urlaub mit dem Wohnmobil in Nordirland.

Mit dem Wohnmobil durch den Süden Nordirlands

Burg in Irland

Wenn es Sie nach Nordirland verschlägt gibt es mehrere Möglichkeiten wie Sie die Insel erreichen. So können Sie in England oder Schottland die Fähre nutzen und von Irland aus einfach mit dem Wohnmobil die Grenze überqueren. Wenn Sie mit der Fähre die Insel erreichen, kommen Sie im Osten des Landes, in Belfast, an. Wenn Sie allerdings von Irland aus das Land erreichen, können Sie auch Ihre Reise im Süden beginnen.

Marble Arch Caves

Sollten Sie also Ihre Tour im Süden des Landes beginnen, können Sie zuerst die Marble Arch Caves besichtigen. Die Marmorbogenhöhlen finden Sie kurz hinter der Grenze im Geopark. Um die Höhlen zu besichtigen buchen Sie am besten im voraus eine geführte Tour. Diese dauert etwa 75 Minuten, wovon Sie 10 Minuten in einem Boot verbringen. Dies ist so, da sich das Regenwasser in den Höhlen sammelt. Sollte es also zu stark regnen, ist die Bootsfahrt leider nicht möglich. Doch auch wenn die Bootstour nicht möglich ist, lohnt sich ein Besuch. Denn viele der atemberaubenden Höhlen sind dennoch zu sehen. Außerdem können Sie auch Flüsse, Wasserfälle und verschiedene Felsformationen erleben. Um die Höhlen zu erreichen müssen Sie einen kurzen Spaziergang durch den Geopark machen und um die Höhlen zu verlassen, müssen Sie etwa 150 Stufen gehen.

Burg Enniskillen

Nachdem Sie die Marble Arch Caves verlassen haben, können Sie weiter nördlich fahren und die Burg Enniskillen besichtigen. Die Burg wurde besonders während der Rebellion gegen die Engländer als Festung genutzt, heute beinhaltet Sie das Fermanagh County Museum und das Regimentsmuseum der Royal Inniskilling Fusiliers und der 5. Royal Inniskilling Dragoon Guards. Neben der bekannten Burg gibt es in Enniskillen aber auch noch weitere Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel die Burgruine Portora Castle aus dem 17. Jahrhundert und das Herrenhaus Coole aus dem 18. Jahrhundert. Neben der Stadt Enniskillen, welche eine Insel im See Lough Erne ist, gibt es in dem See auch die Insel Devenish. Die Insel ist nur mit einem Boot zu erreichen. Dort angekommen können Sie dann eine schöne Klosteranlage, einen beeindruckenden Rundturm und die St. Mary’s Kirche besichtigen.

Mourne Mountains

Im Anschluss daran können Sie östlich des Landes die Mourne Mountains besuchen. Dort finden Sie den höchsten Berg Nordirlands. Der Gipfel des Slieve Donard ist etwa 850 m hoch. Die Mourne Mountains sind ein beliebtes Naherholungsgebiet und locken besonders mit wandern, bergsteigen oder Mountainbike fahren. Eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit in dem Gebiet ist die Mourne Wall. Diese Mauer aus Natursteinen ist etwa 35 km lang und sollte ursprünglich Schafe von dem Trinkwassergebiet fernhalten. In den Mourne Mountains finden Sie auch den Silent Valley Trail. Dieser ist ein leichter Rundweg über etwa 2,5 km. Der Rundweg beinhaltet keine Treppen oder starke Steigungen und führt Sie vorbei an Flüssen und Seen und bietet Ihnen einen fabelhaften Ausblick über die Mourne Mountains.

Der Osten Nordirlands bereisen

Felsküste Irlands

Belfast

Möchten Sie dann den Osten des Landes erkunden, erreichen Sie innerhalb von etwa einer Stunde Belfast. Belfast ist die Hauptstadt von Nordirland und der Ort an dem das berühmte Schiff “Titanic” gebaut wurde. Ein Museum, welches auch von außen an ein Schiffsbug erinnert, befindet sich natürlich in Belfast. In der Stadt finden Sie auch das schöne Rathaus mit seiner kupfernen Kuppel und dem schiefen Turm der Albert Memorial Clock. Auf dem St. George’s Market gibt es verschiedene Verkaufsstände und an den Wochenenden musikalische Vorstellungen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Peace Wall. Die Mauer trennte die Wohngebiete der Pro-Irland und Pro-Großbritannien Bewohner während des Nordirlandkonflikts. Heute stehen die Mauern auch noch, sind aber mit vielen Bildern bemalt. Im Vergleich zum Großstadtleben bietet Ihnen der Botanische Garten einen ruhigen Ort. Dort können Sie gemütlich einen Spaziergang machen und die verschiedenste Flora besichtigen. Ab und zu finden auch dort Veranstaltungen statt. Zum Abschluss eines gelungenen Tages können Sie die Crown Bar besichtigen. Die Bar wurde 1885 restauriert und sieht bereits von außen schon toll aus. Sollte es nicht all zu voll sein, sollten Sie die Bar unbedingt von innen betrachten. Gönnen Sie sich zum Abschluss in der berühmten, historischen und hübschen Bar ein kühles Bier und genießen Sie die Atmosphäre.

See Lough Neagh

Am nächsten Tag können Sie innerhalb einer halben Stunde den See Lough Neagh erreichen. Der See ist der größte See der britischen Inseln und entstand laut einer Legende durch den Riesen Finn. Sie finden dort eine üppige Auswahl an Aktivitäten. So können Sie geführte Touren machen, Radfahren, Angeln, Bootfahren, wandern oder Wassersportarten ausprobieren. In dem See befinden sich acht Inseln.

Carrickfergus Castle

Wiederum eine halbe Stunde entfernt liegt auch das Carrickfergus Castle. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert auf einem schwarzen Basaltfelsen erbaut und war einst fast vollständig vom Wasser umschlossen. Sie können die Burg sowohl von außen als auch von innen besichtigen. Die Burg besteht aus mehreren Gebäuden, dazu zählen zum Beispiel ein Rittersaal, eine Ringmauer und einen Ostturm. In diesem Turm befindet sich ein Raum von dem ausgegangen wird, dass dieser als Kapelle gedient hat. Dort sehen Sie auch noch die schönen romanischen Fenster.

Nordirland mit dem Wohnmobil entdecken

Sonnenuntergang vor Küste

Weiter geht die Reise in den rauen Norden des Landes. Da in Nordirland viele Drehorte von der beliebten Serie “Game of Thrones” zu finden sind, ist es möglich von Belfast aus eine Game of Thrones-Tour zu machen. Wenn Sie ein großer Fan der Serie sind, lohnt sich diese Tour sicherlich. Doch Sie können die gleichen Sehenswürdigkeiten, oder auch nur die schönsten Sehenswürdigkeiten,  mit dem Wohnmobil sehen. Alle Drehorte finden Sie auf der Seite des Tourismusverbandes Irland. Ein schöner und mystischer Drehort ist die Allee Dark Hedges. Gesäumt wird die Straße von krummen Bäumen, welche einen Tunnel bilden. In der zweiten Staffel der Serie wird diese Allee gezeigt. Danach können Sie auf Ihren Weg an die Küste in der Bushmills Distillery anhalten. Old Bushmills Whiskey ist eine der ältesten Whiskeybrennereien mit einer Tradition von mehr als 400 Jahren. Sie können sich dort die Brennerei ansehen und auch Whiskey probieren.

Giant’s Causeway

Danach führt Sie die Fahrt zu einer der tollsten Naturspektakel: den Giant’s Causeway. Seit 1986 gehört die Straße der Riesen zu den UNSECO-Welterbestätten und das nicht ohne Grund. Der Legende zufolge entstand die Straße der Riesen durch den Riesen Finn. Demnach nahm Finn riesige Felsen und rammte diese in das Meer und baute so eine Straße nach Schottland. Er baute diese um seinen Rivalen Benandonner herauszufordern. Dieser musste die Herausforderung natürlich annehmen und zerstörte bei seiner Flucht die Straße wieder. Wissenschaftler sehen die Entstehung des Giant’s Causeway natürlich anders. Sie gehen davon aus, dass dort Lava abgekühlt ist und somit diese Basaltsäulen entstanden sind. Der Vulkan existiert allerdings nicht mehr. Die Säulen sind meist sechseckig und die größte ist etwa 12 Meter hoch. Außergewöhnlich ist auch, dass die Säulen rund 60 Millionen Jahre alt sind. Ein wirklich unglaublicher Ort.

Carrick-a-Rede Rope Bridge

Ebenfalls im Norden, in östlicher Richtung, finden Sie die Carrick-a-Rede Rope Bridge. Die Hängeseilbrücke führt Sie auf die Insel Carrick-a-Rede. Eine Brücke gab es bereits vor 350 Jahren, doch seit 2008 gibt es eine neue Brücke. Diese befindet sich in etwa 30 Metern Höhe, sie ist aus Holz und etwa 20 Meter lang. Um zu der Brücke zu gelangen müssen Sie etwa 15 Minuten laufen, doch der Weg lohnt sich wirklich. Denn nicht nur der Weg dorthin ist schön, auch die kleine Insel Carrick-a-Rede ist wirklich schön und bietet Ihnen die Möglichkeit einen Blick zurück über die grünen Berge zu werfen. Dort sehen Sie steile Klippen und Höhlen.