Wohnmobil finanzieren

Endlich ein eigenes Wohnmobil haben, den Traum teilen viele. Doch wie kann man ein Wohnmobil finanzieren? Dies ist oft die größte Hürde, denn ein Wohnmobil kaufen ist häufig eine beträchtliche Investition. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten. Diese wollen wir Dir hier verständlich vorstellen, damit Du dem Traum vom eigenen Womo einen Schritt näher bist. Ein Tipp vorneweg: Es ist ratsam das Van Life vor dem Kauf eines Wohnmobils zunächst einmal zu testen, indem man ein Wohnmobil mietet. Das kannst Du ganz einfach bei Yescapa, um herauszufinden ob das Reisen im Wohnmobil Dir zusagt und welcher Fahrzeugtyp am besten für Dich geeignet ist.

Wieviel kostet ein Wohnmobil?

Die erste Frage, die einem zum Thema Wohnmobil finanzieren meist in den Kopf kommt, ist: Was kostet ein Wohnmobil? Diese Frage ist nicht so eindeutig zu beantworten wie es scheint. Die Kosten teilen sich auf in verschiedene Bereiche:

1. Anschaffungskosten eines Wohnmobils:

  • Möchtest du ein neues oder ein gebrauchtes Wohnmobil kaufen?
    Letzteres bekommst Du in der Regel günstiger, musst aber unter Umständen mit höheren Reparaturkosten rechnen. Auch ist der Preisverfall nicht ganz so extrem, wie bei PKWs. Falls Du Dich für ein gebrauchtes Modell entscheidest, gilt es die Angebote von Privatpersonen mit denen von Händlern zu vergleichen. Der Kauf beim Händler hat natürlich eine Garantiegewährleistung als Vorteil.
  • Welches Modell interessiert Dich?
    Vorjahresmodelle sind mitunter ganze 10.00 Euro billiger als aktuelle Modelle. Bei den Varianten Alkhoven, Teilintegriert und Vollintegriert gibt es natürlich ebenfalls große Unterschiede. Die Vorlieben sind hier sehr individuell und sollten im Vorhinein unbedingt durch Mieten entsprechender Modelle getestet werden.
  • Welche Ausstattung soll es haben? 
    Nur Basisausstattung oder mehr als das? Toilette, Dusche, Küche, Heizung, wieviele Schlafmöglichkeiten ... Soll es darüber hinaus auch ein Fahrradträger, eine Satelitenschüssel und eine Solaranlage geben? Wie exklusiv die Ausstattung ist, beeinflusst stark den finalen Preis.
  • Zusatzkosten, die zum Kaufpreis hinzukommen und die du im Blick behalten solltest sind Kosten für die Zulassung des Wohnmobils, Zubehör und Sonderausstattung und Kosten für die Grundausdtattung wie Besteck, Wasserkanister und Schläuche.

Unterm Strich kann man sagen, Basismodelle sind ab etwa 30.000 Euro erhältlich, je nach Extrawünschen ist die Grenze nach oben hin offen.

 2. Fixkosten:

  • Stellplatz:
    Für Zeiten, in denen Du Dein Wohnmobil nicht nutzt, brauchst Du natürlich auch einen Unterstellplatz. Auf der Straße abstellen setzt es einem größeren Einbruchsrisiko aus, Garagen und Überwinterungsplätze sind hier sicherere Optionen, die natürlich eine Stellplatzmiete erfordern.
  • Kfz-Steuer und TÜV:
    Anders als früher, als Wohnmbile noch wie LKWs besteuert wurden, hängt die Kfz-Steuer seit 2006 von der Fahrzeugart, dem zulässigen Gesamtgewicht und der Schadstoffklasse ab. Zweck dahinter ist, dass größere Fahrzeuge mit niedriger Schadstoffklasse die Umwelt stärker negativ beeinflussen und daher auch mehr Steuern gezahlt werden sollten. Für ein neueres Modell von 3,5 Tonnen sind in Durchschnitt etwa 250 Euro fällig. TÜV und Gasprüfung sind natürlich auch nicht zu vernachlässigende Posten.
  • Versicherung: Für Caravans und Wohnmobile herrscht eine Kfz-Haftpflicht, darüber hinaus ist es generell jedoch empfehlenswert eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abzuschließen. So ist Dein Fahrzeug auch vor Schäden am Inventar, Diebstahl, Vandalismus oder durch andere Fahrer verursachte Schäden geschützt. In Sachen Versicherung lohnt es sich in jedem Fall die vielen Versicherungsangebote zu vergleichen, dabei spielen allerdings je nach Versicherung verschiedene Kriterien eine Rolle. Häufig sind es die Höhe der Kilometer und die Selbstbeteiligung, manchmal auch das Gesamtgewicht und Motorleistung. Die Kosten sind so variabel wie es Angebote gibt. Je nach den Präferenzen und dem Fahrzeug können jährliche Kosten zwischen 200 und 1.000 Euro anfallen.

 3. Fortlaufende Variable Kosten:

 

  • Stellplatz:
    Wenn Du ihm Wohnmobil unterwegs bist, musst Du natürlich Kosten für Stellplätze einplanen. Die Höhe der Kosten kommen dabei ganz darauf an, wo Du unterwegs bist. In Deutschland gibt es viele kostenfreie oder kostengünstige Stellplätze. Abseits der Toutistenorte sind es häufig nur 0 bis 10 Euro, die Dich hier pro Nacht erwarten. Dazu gibt es hier meist eine Station für Frisch-und Abwasser und ggfl. Sogar einen Stromanschluss, der im Normalfall zwischen 2 und 8 Euro pro Tag kostet. In touristischeren Orten musst Du aber mit deutlich höheren Kosten rechnen. Auch wenn Du auf einem Campingplatz übernachtest, erhöhen sich deine Kosten natürlich. Zum Kostensparen bietet es sich an eher abseits der Hauptsaison auf den Campingplatz zu gehen. Auch eine Campingcard, mit der verschiedene Anbieter Rabatte anbieten, kann sich hier durchaus lohnen. Je nach Zeitpunkt solltest Du für das Übernachten auf dem Campingplatz zwischen 15 und 40Euro einplanen. Die dritte Möglichkeit ist das Übernachten ohne Stellplatz, die natürlich die günstigste Alternative ist. Hier sollte man aber die Vorschriften des jeweiligen Landes beachten. In Deutschland darf man beispielsweise maximal 8 Stunden zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit kostenfrei auf Parkplätzen oder ruhigen Straßen stehen.
  • Sprit und Reparatur:
    Allein schon durch das größere Gewicht verbraucht ein Wohnmobil mehr Benzin als ein PKW. Hier kann man natürlich durch die Fahrweise (- wie beim Auto -) einiges einsparen. Die höhe der Reparaturkosten hängt stark von Deiner Fahrzeugwahl ab. Welches Modell besitzt Du, wie steht es um die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, wie alt ist das Fahrzeug? Es herrscht eine grobe Daumenregel, die besagt für Reparaturkosten sollte man ungefähr die Hälfte der Spritkosten einplanen. Die tatsächlichen Kosten können aber mitunter auch deutlich abweichen. In jedem Fall ist es wichtig auf Reparaturkosten vorbereitet zu sein und sich Geld dafür beiseite zu legen.
  • Gas:
    Für Heizung, Herd und Kühlschrank ist meist Gas erforderlich. Je nach Gebrauch und vor allem je nach Heizaktivität schwanken hier die Kosten beträchtlich. Heizt Du jeden Tag können bis zu 2 Flaschen pro Woche notwendig sein. In den Sommermonaten sind es dagegen gerne auch nur mal 2 Flaschen für 8 Wochen. Für das Füllen der Gasflasche kannst Du etwa 20€ einplanen.

Diese Liste sollte Dir schonmal einen groben Überblick verschaffe, welche Kosten auf Dich zukommen. Die zu kennen sind ein wichtiger erster Schritt, um Dich zu entscheiden welche Finanzierungsoption für Dich die Richtige ist. Im Folgenden stellen wir Dir die verschiedenen Möglichkeiten vor.

Tipps zum Wohnmobil finanzieren

Die jährlichen Kosten eines Wohnmobils sollten nicht unterschätzt werden. Inwieweit sich die Kosten rentieren ist natürlich hoch individuell und hängt auch von der Nutzung ab. Verreist Du nur einmal im Jahr und auch nur für maximal 2, 3 Wochen? Dann fallen die Fixkosten natürlich stark ins Gewicht. Für die Anschaffung eines Wohnmobils gilt: Nur wenn es regelmäßig benutzt wird, lohnt sich die Anschaffung. Für den Fall, dass Du tatsächlich nur wenig Zeit und Gelegenheit für die Nutzung eines Wohnmobils hast, könnte der Kauf eines Wohnwagens oder die Miete eines Wohnmobils die bessere Lösung sein. Diese Optionen sind deutlich günstiger und können je nach Lebensumständen zumindest für eine gewisse Zeit die beste Option sein.

Für alle, die sich dafür entschieden haben ein Wohnmobil zu kaufen, stellen wir im Folgenden die verschiedenen Möglichkeiten zur Finanzierung vor:

1.    Kredit bei der Bank

Eine verbreitete Lösung für den Kauf eines Wohnmobils ist die Aufnahme eines Kredites bei der Bank. Du wählst die Höhe der Rückzahlungen, die Laufzeit des Darlehens (meist zwischen 12 und 120 Monaten) und den Zinssatz, der für die gesamte Laufzeit des Darlehens gleichbleibt. 

Wenn Du dich für einen Kredit bei Deiner Bank entscheidest, hast Du die Wahl zwischen verschiedenen Kredittypen, vor allem zwischen dem Verbraucherdarlehen (i.d.R. begrenzte Laufzeit und Kreditvolumen) oder das Hypothekendarlehen (oft schwieriger frühzeitig zu beenden). Welcher Kredit am besten für Dich geeignet ist, musst Du mit Deiner Bank persönlich besprechen und Dich ausführlich beraten lassen.

2. Finanzierungsprogramm bei Wohnmobil-Händler

Als alternative zum Kredit bei einer Bank kannst Du die Abwicklung auch dem Händler überlassen. Die meisten größeren Händler bieten ein eigenes Finanzierungsprogramm an, hinter denen widerum häufig Spezialbanken stehen. Solche Finanzierungsprogramme können beispielsweise der klassische Ratenkredit sein (gleichbleibende monatliche Raten, verhandelbare Laufzeit), die Drei-Wege-Finanzierung oder die Ballon-Finanzierung. Bei der Drei-Wege-Finanzierung kann man nach Laufzeitende entweder die Schlussrate in Bar bezahlen, man kann sie finanzieren oder das Fahrzeug zurückgeben. Der Vorteil sind die niedrigen Rate und die geringe Anzahlung, Nachteil sind die kurzen Laufzeiten und eine teure Anschlussfinanzierung. Ähnlich ist es bei der Ballon-Finanzierung, bei der bis zu 50% als Schlussrate offenbleiben, die finanziert werden kann.

3. Miete mit Kaufoption

Ein Wohnmobil finanzieren geht auch durch Miete mit Kaufoption. Wie der Name schon sagt, können Sie mit diesem Konzept ein Wohnmobil mieten und haben gleichzeitig die Möglichkeit, es zu kaufen. Der Vertrag wird mit oder ohne Anfangsbeitrag abgeschlossen und ermöglicht Dir gegen eine feste monatliche Zahlung die Nutzung des Fahrzeugs, ohne Eigentümer zu sein. Bitte beachte, dass der Fahrzeugschein auf Deinen Namen lautet, und dass es daher dringend empfohlen wird, während der Miete mit Kaufoption eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Diese Option kann man sowohl für Neufahrzeuge, als auch für gebrauchte Wohnmobile nutzen.

4. Vermiete Dein Wohnmobil

Zur Finanzierung Deines Wohnmobils gibt es eine weitere, sehr unkomplizierte Möglichkeit. Sie ersetzt nicht den Kredit oder das Finanzierungsprogramm, aber sie wird Dir helfen es schneller bzw. einfacher zurück zu zahlen. Die Rede ist vom Vermieten Deines Wohnmobils. Auf Yescapa kannst Du Dein rollendes Zuhause ganz einfach an Privatpersonen vermieten. Wir versorgen Dich mit einem umfassenden Versicherungsschutz, wir kontrollieren die Identität aller Mieter und stehen Dir mit Rat und Tat zur Seite. Du allein entscheidest wem, wann und zu welchem Preis Du Dein Wohnmobil vermieten möchtest! Das Ganze kostet Dich keinen Cent, sondern bringt Dir gute Einnahmen, in Zeiten, in denen es sonst nur rumstehen würde. Wieviel Du konkret dabei verdienen kannst erfährst Du hier mit unserem Einnahmenrechner.

Wenn Du vor Deinem Kauf Dein Wunsch-Wohnmobil erstmal testen möchtest, schaue bei Yescapa vorbei. So kannst du verschiedene Modelle erstmal ausprobieren und herausfinden welche Ausstattung Du brauchst. Sobald Du dann Dein eigenes Wohnmobil gekauft hast, freuen wir uns Dich mit Hilfe einer eigenen Wohnmobilanzeige bei der Finanzierung zu unterstützen.